Studierende entwickeln neue Ideen zur Produktion von Impfstoffen in Afrika

Vier Studierende der DHBW Heidenheim aus den Bereichen Gesundheit und Maschinenbau entwickeln an der University of Venda in Südafrika gemeinsam mit Studierenden und Professorinnen und Professoren aus Tansania und Südafrika neue Lösungen, für die Nutzung von medizinische Geräten und Solarenergie im ländlichen Raum Afrikas. Begleitet wurden sie dabei von Prof. Dr. Sabine Möbs, Wirtschaftsinformatik und International Business, Prof. Dr.-Ing. Nico Blessing, Studiengangsleiter Maschinenbau und Sascha Kitschmann vom Dualen Partner Bausch+Ströbel.

In interdisziplinären und internationalen Teams erarbeiteten die Teilnehmer in einem Hackathon verschiedene Ideen und Konzepte. Diesmal befassten sich die Teams mit Solarenergie und wie sich mehr Ärzte im ländlichen Raum niederlassen. Außerdem wurde ein Konzept für eine mobile Station zur Produktion von Impfstoffen in steriler Umgebung – auch in abgelegenen Gegenden – erörtert. «Wer neugierig ist, in einem internationalen Team an fachübergreifenden Problemen und Fragestellungen zu arbeiten, kann aus diesem Programm viel mitnehmen», sagt Projektleiterin Sabine Möbs.

Der Workshop fand im Rahmen des Exakt4You-Projekts statt, das von der Baden-Württemberg-Stiftung gefördert wird. Das Projekt richtet sich nicht nur an Professorinnen und Professoren, Studierende und Alumni sondern auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Partnerunternehmen der DHBW. «Aus allen Bereichen wollen wir Wissen und Können bei Exakt4You einbringen, um Synergien zwischen Deutschland und Afrika zu nutzen, um so den länderübergreifenden Austausch voranzutreiben», betont Sabine Möbs das Ziel.

Exakt4You läuft noch bis September 2020, in dieser Zeit sind bisher zwei Innovations-Workshops mit BarCamp und Hackathon geplant.

Über Exakt4You

Exakt4You ist ein Projekt im Rahmen der Baden-Württemberg-Stiftung. Initiiert wurde es von Prof. Dr. Sabine Möbs in Zusammenarbeit mit den drei afrikanischen Partnerhochschulen University of Venda (Südafrika), Institute for Finance Management und Nelson Mandela African Institution for Science and Technology (beide Tansania).

Neben bis zu dreimonatigen Aufenthalten in Baden-Württemberg und Afrika findet der Austausch vorwiegend in Kurzprogrammen statt. Dazu zählen Hackathons, wobei die gastgebende Hochschule ein zu lösendes Problem vorgibt und Studierende aller Fachrichtungen sich in Teams Lösungsansätze überlegen.

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM

Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifi­zier­ten Stu­dierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 20.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr erhalten mehr als 1.000 junge Menschen ein Baden-Württem­berg-STIPENDIUM. www.bw-stipendium.de

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus

Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. 2011 wurde das mit jährlich ca. 800.000 Euro dotierte Programm zum ersten Mal ausgeschrieben und unterstützt inzwischen mehr als 50 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen.

Stiftungsprofil

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Würt­tem­berg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verant­wortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de.