Forschungsprojekte Sozialwesen

Wissenschaftliche Begleitung der Landesstrategie "Quartier2020 - Gemeinsam. Gestalten."

Wie sieht die Quartierslandschaft in Baden-Württemberg konkret aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich Prof. Dr. René Gründer von der DHBW Heidenheim, Prof. Dr. Anja Teubert und Prof. Dr. Süleyman Gögercin von der DHBW Villingen-Schwenningen sowie die beiden Projektmitarbeiter Georg Reiff und Lisa Wabersich bis Dezember 2019. Als Quartier wird dabei ein lebendiger sozialer Raum verstanden, in dem sich Menschen einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Dies können sowohl Straßenzüge als auch Nachbarschaften, Stadtteile oder ganze Dörfer sein.

Ziel ist es, flächendeckend und systematisch Strategien zur kommunalen Daseinsvorsorge auf der Ebene von lokalen, nachbarschaftlichen Wohngebietsstrukturen (Quartieren) in Baden-Württemberg zu untersuchen. Konkret werden dazu im ersten Schritt die Kommunen nach ihren aktuellen Aktivitäten befragt. 

Beauftragt wurde das Projektteam vom Land Baden-Württemberg, Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen der Landesstrategie "Quartier 2020 - Gemeinsam. Gestalten."

Studienrichtung: Soziale Arbeit I Ansprechpartner: Prof. Dr. René Gründer
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Engagement fällt nicht vom Himmel. Qualifizierung von bürgerschaftlich Engagierten und Fachkräften in Baden-Württemberg

Bei Qualifizierungsangeboten für das Bürgerschaftliche Engagement (BE) steht nicht nur die inhaltliche Fortbildung im Fokus des Interesses. Qualifizierungs-möglichkeiten stellen für die Freiwilligen auch eine wichtige Form der Anerkennung und Aufwertung ihrer Tätigkeit dar. Das Projekt hat das Ziel, die bestehenden Qualifizierungsinstrumente auf ihre Passgenauigkeit für die Nutzer/-innen (Engagierte und BE-Fachkräfte) zu untersuchen und ggf. neue Qualifizierungsmöglichkeiten und -formate zu entwickeln.

Studienrichtung: Soziale Arbeit mit älteren Menschen/Bürgerschaftliches Engagement I Ansprechpartner: Prof. Dr. Andrea Helmer-Denzel
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Positionierung sozialstaatlicher Organisationen im institutionellen Feld

Die bisherige Forschung stellt eine Ökonomisierung sozialstaatlicher Organisationen fest. Die These, dass wirtschaftliche Werte primär handlungsleitend sind, wird mit Hilfe eines geeigneten Forschungsdesigns überprüft. Im Gegensatz zu bisherigen quantitativen Erhebungen verbleibt die Untersuchung nicht an der Oberfläche von formalen Regelungen. Außerdem wird eine vergleichende Perspektive eingenommen, die der Verschiedenartigkeit sozialstaatlicher Organisationen Rechnung trägt.

Studienrichtung: Soziale Dienste der Jugend-, Sozial- und Familienhilfe
Ansprechpartner:
Christine Dukek und Prof. Dr. Jürgen Burmeister
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PfAU – Neue Pfade in Ausbildungsberufen der Pflegehilfe in Ulm

Dem durch die demographische Entwicklung bedingten steigenden Bedarf an Fachkräften in den Pflegeberufen steht eine sinkende Zahl von Absolvent/-innen in diesem Bereich gegenüber. Für das Jahr 2030 wird für die Altenpflege ein Engpass von ca. 180.000 Arbeitskräften prognostiziert, für die Gesundheits- und Krankenpflege ein Engpass von ca. 300.000 Arbeitskräften.
Zur Fachkräftesicherung im Großraum Ulm werden interessierte junge Menschen mit Unterstützungsbedarf (z. B. Personen mit Lernbeeinträchtigung, Migrationshintergrund) in einer zweimonatigen Vorbereitungsphase bei der Aufnahme und zwölf Monate begleitend beim Absolvieren einer Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe bzw. der Altenpflegehilfe an der Fachschule der Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm unterstützt2. Evaluiert wird das Projekt durch die DHBW.

Studiengang: Soziale Arbeit - Soziale Arbeit mit älteren Menschen/Bürgerschaftliches Engagement
Studiengang: Interprofessionelle Gesundheitsversorgung
Ansprechpartner: Prof. Dr. Andrea Helmer-Denzel und Prof. Dr. Claudia Winkelmann

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Weiblich. Migriert. Engagiert. Freiwilliges Engagement von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte

Freiwillig Engagierte sind „multimotiviert“. Es gibt nicht die eine Handlungslogik oder die einzelne Motivation. Jedes Individuum kann von einer Vielzahl von Beweggründen geleitet werden. Auch wenn die Motivation zwischenzeitlich einen großen Raum in der Engagementforschung einnimmt, bleiben spezielle Motive von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte weit-gehend unberücksichtigt. Meist wird auf Ergebnisse des Freiwilligensurveys Bezug genommen und somit auf Fragen, die Migrationsverhältnisse nicht speziell in den Blick nehmen. In der hier vorliegenden Studie wurden daher folgende Forschungsfragen gestellt: Gibt es spezielle Motive, die sich auf die Migrationserfahrung zurückführen lassen und die bislang in den Befragungen der Gesamtbevölkerung nicht erfasst werden? Gibt es Motive, die sich auf die Zuschreibung als „Mensch mit Migrationshintergrund“ zurückführen lassen? Gibt es spezielle Motive, sich in einem aufnahmelandbezogenen und nicht in einem eigenethnischen Verein zu engagieren?

Studienrichtung: Soziale Arbeit mit älteren Menschen/Bürgerschaftliches Engagement
Ansprechpartnerinnen: Anne-Kathrin Schührer und Prof. Dr. Andrea Helmer-Denzel

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EU-Kooperationsprojekt zur “Kommunalen Konfliktberatung”

Kommunen und Landkreise in Deutschland stehen angesichts von gesellschaftlichem Wandel in der aufnehmenden Gesellschaft und Migration vor großen Herausforderungen. Um die Integration von Drittstaatsangehörigen zu verbessern und die Vernetzung und Zusammenarbeit in Kommunen zu fördern, setzt das Projekt in verschiedenen Handlungsfeldern an, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Studienrichtung: Kinder- und Jugendhilfe I Laufzeit: Juli 2015 - Juni 2018
Ansprechpartner: Sylvia Lustig und Prof. Dr. Peter K. Warndorf
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Dialogförderung Polizei - Fußballfans

Der 1. FC Heidenheim 1846 und die DHBW Heidenheim wollen in dem Kooperationsprojekt DiPoFu, gefördert von der Deutschen Fußballliga (DFL), gemeinsam mit der Polizei und den Fans sowie der Sozialen Arbeit als Vermittler neue Wege für ein sicheres Stadionerlebnis finden.

Studienrichtung: Kinder- und Jugendhilfe I Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter K. Warndorf
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Gemeinsam handeln: Prävention im ländlichen Raum

Soziale Arbeit hat die Aufgabe, Menschen mit Schwierigkeiten zu unterstützen. Dazu sind Angebote vor Ort erforderlich, die auch diese Zielgruppen ansprechen. Über Medienworkshops werden vor allem junge Menschen auf einem anderen Weg gewonnen und erhalten über die erstellten Filme die Möglichkeit, sich öffentlich zu positionieren.

Studienrichtung: Kinder- und Jugendhilfe I Ansprechpartner: Prof. Dr. Peter K. Warndorf
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Lebensqualität älterer Menschen im ländlichen Raum

In Kooperation mit der Seniorenplanung des Landkreises Schwäbisch Hall wurden im Projekt "Alt werden im Landkreis Schwäbisch Hall" die Lebensbedingungen älterer Menschen und deren wesentliche Einflussfaktoren im ländlichen Raum in ausgewählten Kommunen erforscht. Dabei wurden in enger Abstimmung mit Verwaltung und Bürgermeister/-innen jeweils sozialraumbezogener Fragestellung mit geeigneten Methoden qualitativer und quantitativer Sozialforschung untersucht und die Ergebnisse in studentischen Lehrforschungsprojekten sichergestellt.

Studiengang: Soziale Arbeit I Ansprechpartner: Prof. Dr. René Gründer
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Quartiersentwicklung Heidenheim ‘Zanger Berg’

Die Stadtrandsiedlung Heidenheim-Zanger Berg gilt aufgrund ungünstiger sozialer Durchmischung in Folge residentieller Segregationsprozessen als historisch gewachsener‚ sozialer Brennpunkt. Auf der Grundlage von Sozialraumanalyse, Begehungen, Einwohnerbefragungen und Bürgerbeteiligungsverfahren (Zukunftswerkstatt) werden Strategien und konkrete Projektideen für eine nachhaltige gemeinwesenorientierte Quartiersentwicklung entworfen.

Studiengang: Soziale Arbeit I Ansprechpartner: Prof. Dr. René Gründer
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