Here I am!

Blockflöte oder Xylophon - Was war dein erstes Instrument oder Erlebnis, das deine Begeisterung für Musik geweckt hat?


Angefangen habe ich tatsächlich mit Blockflöte als AG in der Grundschule. Heute spiele ich das immer noch gerne – zum Leidwesen meiner Familie vor allem an Weihnachten und ab und zu in der Kirche. Aber meine Fähigkeiten auf dem Instrument bleiben beschränkt und enden bei fis, b und d‘.


Wie bist du seitdem musikalisch aktiv und welches Instrument spielst du (noch)?


Später habe ich fast 8 Jahre Klavier gespielt bis mir die Jugend dazwischen kam und das Interesse am Leben größer als das am Üben war. Danach war musikalisch gesehen lange Pause, bis ich 2010 über meinen musikbegeisterten Mann und leidenschaftlichen Wandergitarren-Spieler zum Singen kam und darin tatsächlich „mein Instrument“ gefunden habe.


Wie und wann bist du zu den MadProfs gekommen?


Das habe ich auch meinem Mann zu verdanken, der als MadProf mit seiner Gitarre schon lange dabei ist. Irgendwann hat er mich in die Probe mitgeschleppt („Wir brauchen noch Sänger…“) – and here I am!

Was ist dein Part in der Band?

Ich bin eine von 3 Sängerinnen bei den MadProfs. Mittlerweile werde ich auch mit Augenzwinkern die „Band-Mutter“ genannt…ich koordiniere die Kommunikation, die Auftritte und Probenabende - und bringe das Bier mit in die Probe.


Was macht die MadProfs deiner Meinung nach besonders?


Jeder von uns kommt mit einem ganz anderen musikalischen Hintergrund – vom Profimusiker zum Hobbysänger ist alles dabei. Und trotzdem treffen wir uns in der Mitte, finden Songs, die uns allen Spaß machen und die wir musikalisch so umsetzen können, dass sie auch auf der Bühne im CC vor großem Publikum funktionieren.


Rock’n’Roll oder doch den Blues – was sind deine liebsten Musikstile?


...eher „und“ statt „oder“…ich kann fast jedem Musikstil etwas abgewinnen, das mir Freude macht. Was ich nicht mag sind Lieder, egal aus welchem Genre, denen man anmerkt, dass sie nur auf eine Zielgruppe und Profit zugeschustert wurden – ohne Herz und Seele.


Hörst du privat den gleichen Musikstil, den du bei den MadProfs spielst?


Das Markante bei den MadProfs sind natürlich die kernigen Klassiker, die wir spielen. Von Born to be wild über Johnny B. Goode bis hin zu Westerland von den Ärzten. Das höre ich mir im Alltag nicht gezielt an, da läuft eher das Radio nebenher und ich freue mich, wenn einer „unserer“ Songs gespielt wird und ich den Text im Auto mitgrölen kann.


Welchen Auftritt oder welches Ereignis erinnerst du besonders gerne mit den MadProfs?


Legendär sind natürlich unser Proben in unserem viel zu kleinen und viel zu heißen Probenraum – das schweißt uns zusammen und macht mir immer sehr viel Spaß.
Ein besonders schöner Auftritt war im Seniorenheim Hansegisreute 2017, bei dem wir eine Vernissage-Eröffnung mit gleichzeitiger Verabschiedung einer Mitarbeiterin musikalisch umrahmen durften. Wir spielten und die Frau saß in der ersten Reihe und ihr liefen vor Freude und Rührung die Tränen über die Wangen, die Leute haben begeistert mitgeklatscht und sind von den Stühlen aufgestanden. Da war eine super Stimmung im Saal und wir haben den Leuten soviel Freude gemacht – das ist mir der schönste Lohn für den ganzen Aufwand, den wir mit Auf- und Abbau der Bandanlage haben. Danach saßen wir als Band noch lange gemütlich und auf diesem wunderbaren Sommerfest bei den anderen Gästen und ließen die Seele baumeln. Das war ein unvergesslicher Abend.

Wo treibst du dich musikalisch rum, wenn du gerade nicht mit den MadProfs spielst?

Seit ungefähr 5 Jahren singe ich in einem Chor und gemeinsam mit Freunden haben wir eine kleine Vintage-Band, mit der wir Musik der 50er Jahre machen. Auch in der Kirche umrahmen wir ab und zu einen Gottesdienst mit Freunden. Das gibt mir, zusammen mit den Auftritten bei den MadProfs, sehr viel Spielraum, mich auf der Bühne und in verschiedenen Musikstilen auszuprobieren und auszuleben.


Angestellte und Musikerin – passt das zusammen?

Unbedingt! Ich persönlich genieße die Momente im Probenraum, bei denen Rang und Namen nicht von Bedeutung sind, sondern die gemeinsame Sache und Freude an der Musik uns trägt. Dann sind wir nicht mehr der Herr Kollege oder der Chef, sondern ein Team, in dem jeder sein Bestes gibt und seine Fähigkeiten einbringt, um gemeinsam stark zu sein oder gemeinsam unterzugehen. Das mag ich.