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Über 130 Besucher*innen an den Frauenwirtschaftstagen

Im Rahmen der Frauenwirtschaftstage sprach Geschlechterforscherin und Buchautorin Franziska Schutzbach vor über 130 Besuchern über „Die Erschöpfung der Frauen“. Der Vortrag fand in der Aula der DHBW Heidenheim statt.

Im Rahmen der Frauenwirtschaftstage fand an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim der Vortrag „Die Erschöpfung der Frauen“ statt. Dr. phil. Franziska Schutzbach, Geschlechterforscherin und Buchautorin, sprach vor über 130 Teilnehmenden über die widersprüchliche Rollenerwartung an Frauen, die oft ungleiche Arbeitsverteilung in heterosexuellen Beziehungen, die Erschöpfung in der Berufswelt und darüber, dass Sorgearbeit in der Ökonomie als freiverfügbare und unerschöpfliche Ressource gesehen wird.

„Frauen haben heute angeblich so viele Möglichkeiten wie noch nie. Gleichzeitig sind sie so erschöpft wie nie zuvor, weil die Erwartungen und die Ansprüche in der Familie, im Alltag und im Beruf so unglaublich hoch sind“, so Schutzbach. In ihrem Vortrag, der auf dem gleichnamigen? Buch basierte, belegte sie ihr Aussagen durch zahlreiche wissenschaftliche Studien und stellte u. a. den Lösungsansatz vor, dass Sorgearbeit auch als Arbeit definiert und bezahlt werden solle.

Im Anschluss fand eine rege Diskussion zum Thema statt, u. a. wurden Lösungsansätze diskutiert und der Begriff der „Powerfrau“ kritisch reflektiert. „Der Vortrag war ein sehr guter Impuls und regt sicherlich viele zum Nachdenken an“, sagt Prof. Dr. Andrea Helmer-Denzel, Initiatorin und Gleichstellungsbeauftragte an der DHBW Heidenheim zum Abschluss der Veranstaltung.

Über Franziska Schutzbach

Franziska Schutzbach ist Buchautorin, Forscherin und Dozentin (Geschlechterforschung und Soziologie, Dr. phil.), Speakerin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. Sie unterrichtet an verschiedenen Universitäten und ist Mitglied der Gleichstellungskommission Basel-Stadt. Im Oktober 2021 erschien ihr Buch „Die Erschöpfung der Frauen. Wider die weibliche Verfügbarkeit“.