Bundeswehrkrankenhaus Ulm und DHBW Heidenheim wollen Zusammenarbeit stärken
Wie kann das duale Studium künftig noch stärker zur Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen beitragen? Über diese Frage tauschten sich Vertreter*innen der DHBW Heidenheim und des Bundeswehrkrankenhauses Ulm aus. Im Mittelpunkt stand das vielfältige Studienangebot der Hochschule, insbesondere im Bereich Gesundheit, und die Frage, wie es künftig stärker in die Ausbildungsplanung des Krankenhauses integriert werden kann. Auch ein Ausbau der Studienplätze ab 2027 wird geprüft.
Foto (von links): Generalarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert (Leitender Ärztlicher Direktor und Kommandeur), Prof. Dr. Sujata Huestegge (Prodekanin Gesundheit und Studiengangsleiterin Interprofessionelle Gesundheitsversorgung an der DHBW Heidenheim), Oberstarzt Prof. Dr. Dr. Konrad Steinestel (Ärztlicher Direktor Pathologie), Prof. Dr. Marcus Hoffmann (Rektor der DHBW Heidenheim)
Mit vier Studienangeboten im Gesundheitsbereich bietet die DHBW Heidenheim passende Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit: Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Angewandte Hebammenwissenschaften, Interprofessionelle Gesundheitsversorgung sowie Medizintechnische Wissenschaften. Das duale Studienmodell verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit praktischer Erfahrung und bereitet Studierende gezielt auf die Anforderungen im Berufsalltag vor.
Bundeswehrkrankenhaus Ulm: wichtiger Partner für die Gesundheitsversorgung
Das 1968 gegründete Bundeswehrkrankenhaus Ulm ist mit knapp 500 Betten das einzige verbliebene Bundeswehrkrankenhaus in Süddeutschland. Rund 2.300 Beschäftigte arbeiten dort. Das Krankenhaus versorgt sowohl Soldat*innen im Rahmen der truppenärztlichen Versorgung als auch die Bevölkerung der Region.
Als überregionales Traumazentrum ist das Bundeswehrkrankenhaus zudem Teil des Traumanetzwerks Baden-Württemberg und in die regionale Notfallrettung eingebunden. Zum medizinischen Angebot gehören zahlreiche spezialisierte Einrichtungen, darunter eine Stroke Unit zur Behandlung von Schlaganfällen sowie Zentren für Darmkrebs, Lungenkrebs, Kopf-Hals-Tumoren und Endoprothetik.
Darüber hinaus ist das Bundeswehrkrankenhaus ein akademisches Lehrkrankenhaus und betreibt eine Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe.
Gemeinsam Fachkräfte für die Zukunft qualifizieren
Der Austausch zeigt, welche Potenziale das duale Studium für die Qualifizierung künftiger Fach- und Führungskräfte im Gesundheitswesen bietet. Angesichts des steigenden Personalbedarfs gewinnt eine vorausschauende Ausbildungsplanung zunehmend an Bedeutung.
Die DHBW Heidenheim und das Bundeswehrkrankenhaus Ulm prüfen deshalb, wie die Zusammenarbeit künftig weiterentwickelt und das duale Studium stärker in die Personalentwicklung des Krankenhauses eingebunden werden kann. Ob und in welchem Umfang zusätzliche Studienplätze ab 2027 entstehen, ist derzeit noch offen.