Neu an der DHBW Heidenheim: Dr. Anna Tissot

Seit September verstärkt Dr. Anna Tissot als Professurvertretung im Studiengang Soziale Arbeit, Studienrichtung Sozialmanagement, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themen Wohnungslosigkeit, Migration und soziale Ungleichheit.

„Mir ist es ein Anliegen, Fachwissen mit Begeisterung, Empathie für die Sichtweisen der Studierenden und Praxisnähe zu vermitteln. Ich möchte Studierende dazu befähigen, den organisatorischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Sozialen Arbeit kompetent und lösungsorientiert zu begegnen“, sagt Dr. Anna Tissot.

In der Lehre liegt ihr Schwerpunkt auf den Grundlagen der Sozialen Arbeit. Dazu gehören die wissenschaftliche Propädeutik, die Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit sowie die Einführung in die Methodenlehre. Weitere Themen sind soziologische Grundlagen, soziale Ungleichheit und soziale Probleme, Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft und Gender Studies. Sie legt Wert auf ein Lernklima, in dem Studierende ihre professionelle Haltung entwickeln und wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Praxis verbinden.

In der Forschung arbeitet Dr. Tissot in der empirischen Sozialforschung und Sozialarbeitsforschung. Ihre Projekte befassen sich mit Wohnungslosigkeit, Migration und Integration und entstehen in Kooperation mit Praxispartnern. Ziel ist es, Hilfesysteme auf lokaler und landesweiter Ebene weiterzuentwickeln.

Vor ihrer Tätigkeit an der DHBW Heidenheim war Dr. Anna Tissot an der Katholischen Stiftungshochschule München als Projektkoordinatorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Evaluation des Rahmenkonzepts „Hilfen für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in Bayern“ tätig. Zuvor arbeitete sie an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, zunächst als Lehrbeauftragte für Soziale Arbeit, später als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin in Projekten zu „Wohnraumakquise und Housing First Bayern“, „Zugang zu wohnungslosen Migrant*innen (ZuWoMi)“ und „Lokale Hilfesysteme für wohnungslose Menschen im Wandel“.

Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Soziologie/Organisation, Migration, Mitbestimmung tätig war und die Abschlüsse Bachelor of Arts und Master of Arts in Soziologie und Anglistik/Amerikanistik erwarb. Von 2013 bis 2016 war sie Doktorandin im Internationalen Graduiertenkolleg „Diversity: Mediating Difference in Transcultural Spaces (IRTG Diversity)“ an der Universität Trier. 2018 schloss sie ihre Promotion in Soziologie (Dr. phil.) mit einer Arbeit zu biografischen Erfahrungen polnischer Migrantinnen und Migranten in Deutschland und Kanada ab.

Neben ihrer Tätigkeit in Lehre und Forschung engagiert sich Dr. Tissot im Sinne der „Third Mission“ als 2. Vorständin der Bahnhofsmission Fürth e. V. und bringt so die Perspektive der Hochschule in die Praxis sozialer Hilfesysteme ein. Dr. Tissot lebt mit ihrer Familie in Nürnberg und ist Mutter von zwei Töchtern. Ausgleich zum Beruf findet sie beim Yoga und in der gemeinsamen Zeit mit ihrer Familie.

„Mit Dr. Anna Tissot gewinnen wir eine Kollegin, die mit ihrer Erfahrung in der empirischen Sozialforschung und ihrem Engagement in der Wohnungslosenhilfe und Migrationsforschung den Studiengang Soziale Arbeit und die Studienrichtung Sozialmanagement stärkt. Sie verbindet wissenschaftliche Arbeit mit Praxisnähe und trägt damit zum Profil unserer Hochschule bei“, so Rektor Dr. Marcus Hoffmann.