Sandra Kurkowski ist neue Professorin an der DHBW Heidenheim

Mit Sandra Kurkowski startete im Oktober eine neue Professorin in der Fakultät Sozialwesen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim. Neu an der Studienakademie ist die gebürtige Allgäuerin aber keineswegs, denn sie hat eine langjährige Verbindung nach Heidenheim: „Der Weg zurück an die Hochschule und zurück nach Heidenheim ist für mich von ganz besonderer Bedeutung“, erläutert Sandra Kurkowski. „Ich habe selbst an der DHBW Heidenheim studiert und während dieser Zeit die enge Verbindung von Theorie und Praxis, die familiäre Atmosphäre und die vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr geschätzt. Für mich persönlich ist die DHBW jedoch noch weit mehr: Als Arbeiterkind hat sie es mir ermöglicht, Schritt für Schritt in eine zunächst völlig fremde akademische Welt hineinzuwachsen und schließlich meinen Weg zu finden und mit Selbstvertrauen gehen zu können.“

Nun kehrt sie als Professorin an den Ort zurück, an dem ihr eigener akademischer Weg begonnen hat. Für ihre Professur hat sie sich dabei als Ziel gesetzt, die Studierenden zu ermutigen, zu fördern und auf ihrem eigenen Weg zu begleiten. „Mir ist es wichtig, ihnen Mut zu machen und zugleich ein Vorbild zu sein – als Frau in der Wissenschaft und als jemand, der selbst aus einem nicht-akademischen Umfeld kommt.“

Vorlesungen halten wird Sandra Kurkowski vor allem in dem Fachbereich „Soziale Gerontologie“. Damit verbunden sind Themen des Alters und des Alterns sowie der Hospiz- und Palliativversorgung. Zu Ihren Forschungsschwerpunkten zählen darüber hinaus Themen der Zugangsgerechtigkeit, der Pflege und sozialen Teilhabe sowie der Digitalisierung. In der Lehre ist Sandra Kurkowski dabei besonders wichtig, Theorie und Praxis eng miteinander zu verbinden. „Die Praxis braucht das Wissen und die Erkenntnisse aus der Theorie und umgekehrt“, ist sie überzeugt. „Das eine ohne das andere ist für mich nicht denkbar. Wir brauchen die Fragestellungen und die Nähe zur Praxis und wir brauchen die Theorie, die dann wieder in die Praxis hineinwirkt. In der Lehre selbst ist es mir wichtig, dass die Studierenden einen Schutzraum haben, in dem sie sich ausprobieren und zu selbstbewussten, kritisch denkenden Sozialarbeiter*innen werden dürfen, die all ihr Wissen in der Praxis verbinden können.“

Nach ihrem Bachelorstudium in „Soziale Arbeit mit älteren Menschen/Bürgerschaftliches Engagement“ an der DHBW Heidenheim, absolvierte Sandra Kurkowski ihr Masterstudium in „Gerontologie“ am Institut für Psychogerontologie an der FAU Erlangen-Nürnberg. Im Anschluss war sie als langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Erlangen in der Palliativmedizinischen Abteilung tätig, wo sie auch promovierte. Zudem arbeitete sie als Hospizkoordinatorin im Kompetenzzentrum für Palliative Geriatrie des Unionhilfswerks Berlin sowie als Mitarbeiterin der Landeskoordinierungsstelle zur Umsetzung der Charta schwerstkranker und sterbender Menschen in Berlin. Darüber hinaus baute sie die Krebsberatung Kloster Lehnin gGmbH auf, wo sie bis zuletzt auch als Sozialarbeiterin und Geschäftsführerin tätig war. In ihrer Freizeit ist die Mutter eines kleinen Kindes gerne in den Bergen unterwegs, spielt Cello oder geht ins Theater.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die gemeinsame Erfolgsgeschichte weiterführen und heißen Prof. Dr. Sandra Kurkowski herzlich willkommen zurück an der DHBW Heidenheim“, betont Prof. Dr. Marcus Hoffmann, Rektor der DHBW Heidenheim. „Prof. Dr. Sandra Kurkowski ist ein Vorbild für viele, die den Sprung von der Arbeiterwelt in die akademische Laufbahn wagen wollen.“