12.05.2026

Best-Practices für KI-Dokumentation und Quellenarbeit

  • Datum: 12.05.2026
  • Uhrzeit: 15:45 - 17:15 Uhr
  • Ort: online

Diese Lehrveranstaltung gibt einen strukturierten Überblick über bestehende Ansätze auf Basis einer bundesweiten Analyse hochschulischer Leitlinien. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Erlernen einer verbindlichen Lösung, sondern die Entwicklung von Urteilsvermögen: Wer entscheiden kann, wie KI-Nutzung ausgewiesen wird, muss auch entscheiden können, wo sie im Arbeitsprozess überhaupt angemessen ist. Diese Kompetenz verlangt mehr als Regelkenntnis – sie verlangt ein genaues Verständnis der eigenen wissenschaftlichen Praxis und ihrer Teilschritte. Der zweite Teil der Veranstaltung verschiebt den Blick deshalb von der Dokumentation zur Praxis selbst

Im Mittelpunkt steht die Frage der Substitution: Welche Teilschritte der Recherche lassen sich durch KI ersetzen oder mit ihr gut bewältigen – etwa das gezielte Suchen mit spezialisierten Recherchetools oder das Zusammenfassen von Forschungsliteratur? Und wo sollte die inhaltliche Arbeit klar in menschlicher Hand bleiben – etwa bei der Identifikation von Forschungslücken oder der eigenen Positionierung im Forschungsfeld?

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Tools, die mehrere Prozessschritte auf einmal bündeln: Wer Quellen finden und zusammenfassen lässt, ohne diese Schritte zu trennen und zu reflektieren, riskiert, die Kontrolle über den eigenen Erkenntnisprozess zu verlieren. Der Grundsatz lautet: Der Rechercheprozess bleibt strukturell erhalten – KI wird punktuell und nach Einzelfallprüfung eingesetzt, nicht als Abkürzung durch den Prozess.

 

Teilnahme über Zoom