Bauprojekte, Hochschulentwicklung und Künstliche Intelligenz: Prof. Dr. Andreas Mahr ist seit 25 Jahren an der DHBW Heidenheim

Seit 25 Jahren ist Prof. Dr. Andreas Mahr, Prorektor und Dekan der Fakultät Technik, an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim tätig. In dieser Zeit hat er die Entwicklung des Hochschulstandorts in unterschiedlichen Funktionen maßgeblich mitgestaltet – unter anderem als Studiengangsleiter Informatik, Dekan Technik und Prorektor. Sein Dienstjubiläum fällt dabei mit einem weiteren persönlichen Meilenstein zusammen: Seit 20 Jahren bekleidet Mahr das Amt des Prorektors beziehungsweise, zu Zeiten der Berufsakademie, des Stellvertretenden Direktors.

„Es war eine echt spannende und aufregende Zeit, die niemals langweilig wurde“, blickt Mahr auf sein Vierteljahrhundert an der Hochschule zurück. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die großen Bauprojekte der vergangenen Jahre. Als Projektleiter begleitete er den Neubau an der Marienstraße, dem heutigen Hauptgebäude der DHBW Heidenheim, und später den Bau des Digitalcampus auf dem ehemaligen WCM-Gelände. „Das waren sehr produktive und schöne Aufgaben, weil man das Ergebnis der Arbeit direkt verfolgen konnte“, sagt Mahr rückblickend.

Neben den Bauprojekten prägte insbesondere die Entwicklung des Studienbereichs Gesundheit seine Arbeit. Während seinen Amtszeiten als Dekan Technik war der Aufbau einer eigenständigen Fakultät Gesundheit ein wichtiges Anliegen für ihn. Angefangen bei den ersten Angeboten im Bereich Pflege habe sich der Bereich kontinuierlich weiterentwickelt. „Es war immer das Ziel, eine echte Fakultät Gesundheit zu etablieren“, so Mahr. Am 1. Oktober 2027 wird dieses Ziel erreicht sein und die Studienangebote im Bereich Gesundheit in einer eigenen Fakultät gebündelt. Damit werde auch eines seiner ältesten noch offenen Vorhaben erfolgreich abgeschlossen, schmunzelt Mahr.

„Ich habe meine Entscheidung nie bereut“

Besonders stolz ist der Prorektor auf seine lange Tätigkeit als Mitglied der Hochschulleitung. Als er sich 2006 für das Amt des Prorektors bewarb, sei ihm von vielen Kollegen davon abgeraten worden. „Zu jung“, „Das ist ein Schleudersitz“ oder „Mach das bloß nicht“ habe er damals zu hören bekommen. Dennoch entschied er sich für die Aufgabe. Heute befindet er sich in seiner vierten Amtszeit. „Ich habe meine Entscheidung nie bereut – und ich hoffe, die Kolleginnen und Kollegen auch nicht“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Zurück zu Forschung und Lehre

Auch nach 25 Jahren ist für Mahr noch lange nicht Schluss. Nachdem seine Arbeit über viele Jahre stark von administrativen Aufgaben geprägt war, möchte er künftig wieder stärker in Forschung und Lehre tätig sein. Dabei beschäftigt ihn insbesondere ein Thema, das die Informatik und die Gesellschaft gleichermaßen verändert: Künstliche Intelligenz. „Als Informatiker lebe ich in einer der spannendsten Phasen, die die Informatik je erlebt hat: den Aufstieg der Künstlichen Intelligenz“, sagt Mahr. In den kommenden Jahren möchte er sich deshalb verstärkt mit diesem Themenfeld auseinandersetzen – und dabei nicht nur die technischen Möglichkeiten betrachten. „Ich möchte eine kritische und moralische Stimme einbringen. Das vergessen wir Techniker leider manchmal zu leicht, bei all der technischen Begeisterung ob der neuen Möglichkeiten.“

Rektor Prof. Dr. Marcus Hoffmann gratuliert zum Jubiläum: „Ein Vierteljahrhundert Engagement für unsere Hochschule, für unsere Studierenden und für die duale Idee – das ist wirklich etwas Besonderes“, so Hoffmann. Mahr habe nicht nur tausende Studierende auf ihrem Weg begleitet, sondern auch Verantwortung für die Hochschule als Dekan und Prorektor getragen. „Fachlich top, innovativ, intelligent, verlässlich, herzlich und stets konstruktiv – das beschreibt ihn aus meiner Sicht am besten. Vielen Dank für 25 Jahre Einsatz für unsere Hochschule!“