Wie Zukunft gelingt: Die MIN setzt starke Impulse für die Region

Die Gäste der diesjährigen Ausgabe der "Mensch.Industrie.Netz (MIN)" erlebten an der DHBW Heidenheim im Mai einen inspirierenden Abend voller vielseitiger und spannender Einblicke rund um das Thema Zukunft.

Zukunftsforscher und Keynotespeaker Harry Gatterer brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: „Wir bringen uns der Zukunft gegenüber oft in eine Opferrolle und verhindern dadurch eine gestalterische Rolle einzunehmen“.

Als Gastgeber zeigte sich Oberbürgermeister Michael Salomo von der Qualität der Veranstaltung begeistert: „Um die Zukunft von Heidenheim ist mir nicht Bange, im Gegenteil: Wir investieren derzeit fast eine halbe Milliarde Euro in die Stadt, von Innenstadt bis Klinikum, und können uns daher freuen, in solch einer prosperierenden Region zu leben.“ 

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn und Rektor der DHBW Heidenheim, Prof. Dr. Marcus Hoffmann, sowie Oberbürgermeister Michael Salomo startete die erste Innovations-Challenge der Region. Partner des Digitalisierungszentrums und des Transformationsnetzwerks Ostwürttemberg präsentierten dabei innovative Produkte und Dienstleistungen und zeigten eindrucksvoll, wie diese zur Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen beitragen. Heiko Rössel konnte das Publikum mit einer KI-gestützten Lösung zur akustischen Überwachung von Anlagen überzeugen.

 Im Anschluss übernahm der renommierte Zukunftsforscher Harry Gatterer die Keynote und gewährte spannende Einblicke in die Arbeit der Zukunftsforschung. Er eröffnete seinen Vortrag mit den Worten: „Zukunft ist eine Zeit, die noch nicht da ist, wir brauchen einen guten Filter, um das Richtige zu verstehen. Zukunft verbreitet sich durch Worte, aber sind wir überhaupt darauf trainiert, die richtigen Worte zu formulieren?“

 Mit seinen Impulsen motivierte er das Publikum dazu, mutig und aktiv in die Zukunft zu blicken, anstatt Chancen durch Angst ungenutzt verstreichen zu lassen. „Lassen Sie uns nicht die Filme der Anderen schauen, sondern werden Sie selbst Gestalter. Zukunft wird von Menschen gemacht und nicht von Unternehmen“, gab er den Gästen als Empfehlung mit auf den Weg.

 Im Programmpunkt „Briefe der Zukunft“ übernahm Rapper Bility die Bühne und spiegelte mit zwei eindrucksvollen Songs seine persönliche Sicht auf die Zukunft wider. Ein emotionales Gedicht von Anni El-Khorazati über Zukunft, Hoffnung und Veränderung sorgte bei vielen Gästen für Gänsehautmomenten.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, die – wie der gesamte Abend – von René Götzenbrugger moderiert wurde, lieferten Prof. Dr. Kaßner, Frank Ilg, Bility und Harry Gatterer spannende Praxisbeispiele und persönliche Perspektiven. Dabei machten sie deutlich, dass auch das Scheitern ein wichtiger Bestandteil von Entwicklung und Zukunftsgestaltung ist und dass Mut wichtiger sein kann als Perfektion. Die M.I.N. ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Heidenheim, der DHBW Heidenheim, der Agentur Graustich, des digiZ | Ostwürttemberg, des Transformationsnetzwerks Ostwürttemberg sowie fion. Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen zu inspirieren, zu vernetzen und neue Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Die Veranstaltung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig der Dialog zwischen Menschen, Industrie und dem „Netz“ für eine mutige und hoffnungsvolle Zukunft ist.