Die Kängurus sind los: Maschinenbau-Studierende der DHBW Heidenheim präsentieren innovative Spielzeugprojekte

Wer an der DHBW Heidenheim in den vergangenen Tagen kleine Kängerus hüpfen gesehen hat, hat nicht halluzieniert sondern ist den Ergebnissen der Projektgruppenarbeit des Studiengangs Maschinenbau begegnet. Unter dem Titel „The Kangaroo-Egg Race“ haben sich die Studierenden des sechsten Semesters der Aufgabe gestellt, ein mechanisches Känguru zu entwerfen, zu konstruieren, zu bauen, zu erproben und so zu optimieren, dass die Kängerus Eier transportieren können. Als besondere Herausforderung legt der Aufgabensteller und Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Martin Bierer ein Augenmerk darauf, dass die Spielzeug-Kängerus nicht springen, sondern mit beiden Füßen gleichzeitig vom Boden abzuhüpfen. In einem Zeitraum von rund zehn Wochen entwickelten die angehenden Ingenieur*innen in mehreren Gruppen jeweils ein funktionsfähiges Känguru. Zum Abschluss traten alle Eier transportierenden Kängurus gegeneinander an. Bewertet wurden bei dem Rennen nicht nur Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, sondern auch Kreativität, technische Ausführung und Wirtschaftlichkeit. Prof. Dr.-Ing. Martin Bierer erläutert: „Die Projektarbeit des Studiengangs Maschinenbau verbindet technische Fachinhalte mit Produktentwicklung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Normung, Sicherheit und Marketing. Darüber hinaus erwerben die Studierenden während des Projekts Kompetenzen wie die effiziente Zusammenarbeit im Team, die Kommunikation in der Gruppe und das Arbeiten unter zeitlichem Druck, die sie direkt in ihre Tätigkeit im Unternehmen einbringen können. Theorie und Praxis werden in einem Projekt direkt miteinander verzahnt.“

Hintergrund des Projekts ist ein ökologischer Perspektivwechsel: Während in Europa und Nordamerika traditionell der Osterhase die Eier bringt, gilt der Hase beziehungsweise das Kaninchen in Australien als ökologisch problematisch, da die im 19. Jahrhundert eingeführten europäischen Kaninchen enorme Schäden in der Umwelt verursachen. Im Projekt wird deshalb das Känguru als alternatives, ökologisch unbedenkliches „Osterbotentier“ ins Spiel gebracht – allerdings in Form eines kleinen, mechanischen, hüpfenden Spielzeugs.

Die Kängerus zeigen eindrucksvoll, was ein duales Studiums an der DHBW Heidenheim ausmacht: Die Inhalte aus den Vorlesungen werden nicht nur gelernt, sondern direkt angewendet. Aus theoretischen Grundlagen entstehen durch praktische Anwendung echte Innovation. Gleichzeitig sammeln die Studierenden wichtige Erfahrungen in Projektmanagement, Teamarbeit und Problemlösung – Kompetenzen, die auch in Unternehmen gefragt sind.

Video zum Wettbewerb