DHBW Heidenheim und Yezreel Valley College realisieren gemeinsames Projekt „Welfare in Times of Uncertainty"

Anfang Juni fand das gemeinsame Projekt „Welfare in Times of Uncertainty" von Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heidenheim und des israelischen Yezreel Valley College (YVC) in Heidenheim statt. Auf dem Programm standen Vorlesungen, Workshops und gemeinsame Gruppenarbeiten z.B. zu Alterssicherung, Gesundheit und Pflege. Ein Highlight war der Diskurs von Studierenden mit der Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland, Talya Lador-Fresher, in München.

„Das Thema trifft einen Nerv der Zeit, denn durch wirtschaftliche Volatilität, geopolitische Verwerfungen und dem demografischen Wandel gerät der soziale Zusammenhalt grenzüberschreitend unter Druck. Der Austausch war bereichernd und ermöglichte wertvolle Lern- und Reflexionsprozesse“, unterstrich Prof. Roman Grinblat, LL.M. (DHBW Heidenheim), der zu den Initiatoren des Vorhabens zählt, dessen Bedeutung.

Gerade in einer Zeit, in der akademischer Austausch im internationalen – und insbesondere im deutsch-israelischen – Kontext nicht selbstverständlich sei und vor erheblichen Herausforderungen stehe, setze das Vorhaben ein bewusstes Zeichen. „Wissenschaftliche Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist heute alles andere als einfach. Umso wichtiger ist es, Brücken zu bauen, im Dialog zu bleiben und jungen Menschen Räume für Begegnung und gemeinsames Lernen zu eröffnen", betonen die Initiatoren weiter.

Zwei Jahre Planung, eine Woche intensiver Austausch

Initiiert wurde das Projekt von Prof. Roman Grinblat, LL.M. (DHBW Heidenheim), und Prof. Ayelet Schor (Yezreel Valley College). Nach rund zweijähriger gemeinsamer Vorbereitung konnte das Vorhaben in der ersten Juniwoche umgesetzt werden. In Vorlesungen vermittelten Lehrende beider Hochschulen fachliche Grundlagen, in Workshops und gemischten Gruppenarbeiten entwickelten die Studierenden eigene Perspektiven und Lösungsansätze – im direkten Austausch über kulturelle, gesellschaftliche und disziplinäre Grenzen hinweg. „Im Mittelpunkt des Kooperationsprojektes steht dabei nicht nur die fachliche Auseinandersetzung mit Wohlfahrt und sozialer Arbeit in unsicheren Zeiten, sondern auch das gegenseitige Kennenlernen und das Verständnis für die jeweils andere Lebens- und Studienwirklichkeit“, so Prof. Grinblat.

Alle Beteiligten werten das Projekt als wichtigen Schritt einer langfristig angelegten Partnerschaft und prüfen Möglichkeiten, die Zusammenarbeit künftig fortzusetzen und zu vertiefen.

Förderung und Unterstützung

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanziell gefördert. Unterstützung erfuhr es zudem vom International Office und der Hochschulleitung der DHBW Heidenheim: Namentlich standen Rektor Prof. Dr. Marcus Hoffmann und Dekan Prof. Dr. Sven van Meegen dem Vorhaben von Beginn an zur Seite und würdigten den Beitrag, den es zur internationalen Vernetzung der DHBW Heidenheim sowie zur Völkerverständigung leistet. „Dass wir dieses Projekt trotz aller Widrigkeiten gemeinsam realisieren konnten, ist ein starkes Signal für die Kraft akademischer Partnerschaften und für den Wert internationaler Begegnung", so Prof. Hoffmann.

Mehr Infos zum Studiengang Soziale Arbeit – Sozialmanagement