Prof. Dr. Sabine Berninger geht in den Ruhestand
Nun heißt es Abschied nehmen: Informatik-Professorin Sabine Berninger geht Ende März in den Ruhestand.
Die Liste an Vorlesungen, die sie in den vergangenen Jahren für die damals neue Studienrichtung Allgemeine Informatik aufgebaut hat, ist lang: Programmieren, Software-Engineering, Rechnerarchitektur, Betriebssysteme sowie Theoretische Informatik sind nur ein Auszug. Darüber hinaus hielt sie im Studiengang Wirtschaftsinformatik eine Vorlesung zu Programmieren.
Wenn man Prof. Dr. Sabine Berninger aber fragt, was ihr während ihrer sechs Jahre an der DHBW Heidenheim besonders in Erinnerung blieb, antwortet sie ohne zu zögern: „Die studentischen Projekte, die sind schon etwas ganz Besonderes.“ Was Berninger damit meint, zeigt sich beim Blick in den Modulplan der Studienrichtung Allgemeine Informatik. Die Studienrichtung ist als Projekt-Studiengang aufgebaut, was bedeutet, dass die Studierenden neben Vorlesungen und Übungen auch während den Theoriephasen an der Hochschule ganz praktisch an von ihnen gewählten Projekten arbeiten. „Da sind ganz unterschiedliche Themen dabei, eine Gruppe hat beispielsweise ein selbstfahrendes Auto auf Basis eines PiCars entwickelt, eine andere eine Bestellsoftware für die Gastronomie. Die Bandbreite ist riesig und die Gruppen von vier bis fünf Studierenden hatten wirklich sehr viele gute Ideen“, lässt Berninger die vergangenen Jahre Revue passieren. Ziel sei es, durch diesen sehr praxisorientierten Ansatz den Studierenden bereits von Anfang an zu verdeutlichen, wie in der Informatik Prozesse aufeinander aufbauen. „Es war toll, mitzuerleben, wie die Studierenden gemeinsam Lösungsansätze diskutiert haben, wie sich Teams gebildet haben und nach und nach umfangreiche Anwendungen entstanden sind“ sagt die Informatik-Professorin rückblickend. „Gleichzeitig war es für die Studierenden aber auch teilweise hart – je nach Problemstellung mussten sie Methoden einsetzen, die sie in den Vorlesungen aber erst in einem höheren Semester kennengelernt haben. Das ist einerseits herausfordernd, auf der anderen Seite ist der Aha-Moment umso größer.“ Berninger ist überzeugt: „Von dem Theorie-Praxis-Transfer, den sie während des Studiums an der DHBW Heidenheim erfahren haben, werden die Absolventinnen und Absolventen ihr ganzes Berufsleben schöpfen können.“
Nun aber wechselt die 63-Jährige selbst die Seiten. Raus aus dem Berufsleben, rein in den Ruhestand. Oder viel mehr Unruhestand? Denn für ihren neuen Lebensabschnitt hat Prof. Dr. Sabine Berninger sich einiges vorgenommen. Sie will nochmal studieren, vielleicht Jura oder Architektur (in Bayern gibt es einen „kleinen Architektenschein“), da schwankt sie aktuell noch. Und in jedem Fall jede Menge Zeit mit ihrer Familie, allen voran den sechs Enkelkindern, verbringen.
„Die Zeit an der DHBW Heidenheim war für mich sehr wertvoll. Durch die kleinen Kursgrößen von rund 30 Studierenden baut sich ein sehr enger Kontakt auf, man kennt jeden Studierenden mit Namen“, für sie als Professorin sei das ein echter Pluspunkt der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.
„Wir wünschen Prof. Dr. Sabine Berninger von Herzen alles Gute“, sagt Prof. Dr. Andreas Mahr, Prorektor und Dekan der Fakultät Technik zum Abschied. „In den vergangenen sechs Jahren war sie nicht nur eine wichtige Stütze im Studiengang Informatik, sondern hat sich darüber hinaus auch für die Familiengerechte Hochschule eingesetzt. Für ihren Einsatz danken wir Sabine Berninger sehr!“