Internationale Impulse für Lehre und Forschung: DHBW Heidenheim beim Hebammenkongress in Lissabon

Unter dem Motto „One Million More Midwives“ trafen sich vom 14. bis 18. Juni 2026 Hebammen, Forschende und Lehrende aus aller Welt zum 34. Internationalen Hebammenkongress (ICM) in Lissabon. Auch die DHBW war mit Lehrenden und Studierenden der Standorte Stuttgart, Heidenheim und Karlsruhe vertreten. Die Teilnehmenden kehrten mit neuen fachlichen Impulsen, wertvollen internationalen Kontakten und spannenden Einblicken in die Hebammenarbeit verschiedener Kulturen zurück.

Einen wichtigen Beitrag zum Kongressprogramm leisteten Prof.in Christina Oberle und Prof.in Sonja Wangler (DHBW) gemeinsam mit Prof.in Karolina Luegmair von der Katholischen Stiftungshochschule München. In ihrem Vortrag „Climate-sensitive Midwifery Care“ zeigten sie auf, wie Hebammenversorgung gestaltet werden kann, um die Gesundheit von Müttern und Kindern angesichts der Folgen des Klimawandels zu schützen und gleichzeitig nachhaltiges Handeln im Berufsalltag zu fördern.

Ergänzend präsentierten sie das Poster „Photovoice as a participatory teaching and research method to foster climate-sensitive competencies in midwifery education“. Darin stellten sie die partizipative Methode Photovoice vor, mit der Studierende klimabezogene Kompetenzen in der Hebammenausbildung entwickeln und reflektieren können.

Mit dem Poster „The process of academisation of midwifery training in Germany – An analysis of the institutional-structural and personnel framework conditions“ beleuchtete Prof.in Daniela Kahlke den Prozess der Akademisierung der Hebammenausbildung in Deutschland sowie die damit verbundenen strukturellen und personellen Rahmenbedingungen.

Einen weiteren wissenschaftlichen Beitrag präsentierte die Alumna Nadine Ploebsch. In ihrem Poster „How reliable are free German breastfeeding Apps“ untersuchte sie frei verfügbare deutschsprachige Still-Apps hinsichtlich ihrer Qualität und ihrer Übereinstimmung mit aktuellen Leitlinien. Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur sicheren und informierten Nutzung digitaler Angebote durch Familien. Alle Beiträge sind im Abstractband des Kongresses (European Journal of Midwifery, Supplement 1/2026, Vol. 10) veröffentlicht.

Neben den wissenschaftlichen Präsentationen prägte vor allem der internationale Austausch den Kongress. Die offene und wertschätzende Atmosphäre in Lissabon bot zahlreiche Gelegenheiten für fachliche Diskussionen, neue Kooperationen und persönliche Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt.

Die beim Kongress gewonnenen Erkenntnisse und Anregungen fließen nun in Lehre, Forschung und Praxis an der DHBW ein. Sie stärken das gemeinsame Verständnis, dass Hebammen eine zentrale Rolle für eine gesundheitsfördernde, nachhaltige und klimabewusste Zukunft einnehmen.

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