EXAM 4.0 - EXCELLENT ADVANCED MANUFACTURING 4.0

EXAM 4.0 ist ein europäisches Forschungsprojekt, das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur*innen aus dem VET-(Vocational education and training), HVET-Sektor (higher VET) und weiteren Partner*innen des Industriesektors die Anforderungen und Bedarfe der Wirtschaft identifizieren und definieren will. Das Ziel von EXAM 4.0 ist es, Vertreter*innen von VET/HVETs, Unternehmen, politische Entscheidungsträger*innen und Individuen zusammenzubringen, um europäisch-regionale Qualifikationsökosysteme zu schaffen und Labore aufzubauen, in denen Lernende relevante Kompetenzen für die Arbeit in der Industrie 4.0 erwerben können.
 

Projektübersicht

Laufzeit: 1. November 2019 – 31. Oktober 2021
Projekt-ID: 612407-EPP-1-2019-1-ES-EPPKA2-SSA-P
Projektkoordinator: Tknika, Basque Centre for Research and Applied Innovation in Vocational Education and Training (Spanien)
Projektvolumen: 799.332 EUR
Finanzierung: Erasmus+

Weitere Projektpartner:


Projektbeschreibung

Das Projekt Excellent Advanced Manufacturing 4.0 (EXAM 4.0) entwickelt eine der fünf Plattformen für hervorragende Berufsbildung. Es ist Teil der Pilotinitiative 2018 der Europäischen Kommission „Centers of Vocational Excellence“ (CoVE) und wird durch das Erasmus +-Programm finanziert.

Acht Partner aus fünf Ländern (Spanien, Belgien, Deutschland, Schweden und den Niederlanden) aus dem Bildungssektor und der Wirtschaft arbeiten in diesem innovativen Projekt zusammen. Koordiniert wird das Forschungsprojekt von TKNIKA, dem baskischen Berufsbildungsforschungszentrum.

Die Problemstellung: Die Studierenden sind nicht vollständig für die Arbeit gerüstet, die in einer neuen Industrie 4.0-Umgebung ausgeführt werden muss. Um ihre potenziellen Beschäftigungspotenziale zu verbessern, müssen Unternehmen, Regierungen und andere wichtige Akteur*innen zusammenarbeiten, um Bildungsinitiativen, Programme zur Personalentwicklung und die öffentlichen Richtlinien aufeinander abzustimmen.

Die Hauptziele des Projekts sind:

  • Schaffung einer europäischen Plattform für innovative Berufsbildungszentren für die fortgeschrittene Fertigung
  • Gestaltung der Hauptmerkmale von Lernlaboren, in dem die Studierenden relevante Kompetenzen für die Arbeit in Industrie 4.0-Umgebungen im Fertigungssektor erwerben können
  • Entwicklung von Kompetenz-Rahmenmodellen im Bereich der Hard- und Soft-Skills.

Mit der EXAM 4.0 HUB als Plattform für Exzellenz im Bereich Industrie 4.0 wird ein Aktionsraum geschaffen für die:

  • Unterstützung in der Einführung neuer technologischer, sozialer und ökologischer Trends im Bildungs- und Industriebereich
  • Entwicklung innovativer Ansätze, Methoden und Interventionen, um den Qualifikationsbedarf im AM-Sektor zu antizipieren und das Schulungsangebot anzupassen
  • Unterstützung der Strategien für regionale Entwicklung und intelligente Spezialisierung durch Bereitstellung eines Portfolios von Fähigkeiten, die zur Umsetzung dieser Strategien im AM-Sektor erforderlich sind
  • Entwicklung innovativer Lernmethoden und Umsetzung gemeinsamer Initiativen und Projekte
  • Verbesserung der beruflichen Weiterentwicklung von Lehrer*innen und Ausbilder*innen durch Vermittlung pädagogischer und technischer Fähigkeiten und Erleichterung ihrer Teilnahme an gemeinsamen Forschungsprojekten

Die EXAM 4.0-Studie konzentriert sich auf die Anforderungen an die berufliche Aus- und Weiterbildung, insbesondere in technischen Berufen und in der akademischen Ausbildung im Bereich Advanced Manufacturing im EQF Level 4-6.
 

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Aktuelles

EXAM4.0 erforscht das Arbeiten in Industriebetrieben der Zukunft

Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Welche Fertigkeiten werden für die Industrie 4.0 gebraucht? Und welche Berufe und Studiengängen bereiten auf ein Arbeiten von Morgen vor? Das Bildungsforschungsprojekt EXAM4.0 beschäftigt sich mit diesen Fragen, untersucht, welche Kompetenzen Mitarbeitende dafür brauchen und identifiziert dafür wichtige Berufsbilder und Studiengänge. Weiterlesen

 

Publikationen

Report zum Stand der Technik

Im Bereich Advanced Manufacturing und der beruflichen Bildung in Europa

Im Kontext von Industrie 4.0 wird die Untersuchung zukünftiger Trends, Qualifikationsanforderungen, Kompetenzen und Kompetenzentwicklung sowie zukünftiger Berufsprofile diskutiert. Der Schwerpunkt liegt auf den Anforderungen an die berufliche Aus- und Weiterbildung, insbesondere in technischen Berufen und in der akademischen Ausbildung im Bereich Advanced Manufacturing.

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Report mit den wichtigsten Trends und Entwicklungen

Im Bereich Advanced Manufacturing und der beruflichen Bildung in Europa

Die Technologie schreitet rasant voran und das Tempo des Wandels nimmt zu. Folglich wird eine zunehmende Anzahl von Aktivitäten das Potenzial haben, eher von Maschinen als von Menschen ausgeführt zu werden. Historisch gesehen hat der technologische Fortschritt die Arbeitslosigkeit auf lange Sicht nicht wesentlich erhöht, aber es bleibt abzuwarten, ob dies diesmal gleich sein wird (David H., 2015). Sicher ist, dass Technologie zu großen Arbeitsverlagerungen führen wird, insbesondere in high-routine Berufsgruppen. Institutionen, Unternehmen und Mitarbeiter müssen sich verstärkt auf Bildung und Ausbildung konzentrieren, um mit dem zunehmenden Tempo des Wandels Schritt halten zu können.

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Report zur Analyse des Qualifikationsbedarfs

Im Bereich des Advanced Manufacturing in Europa

Advanced Manufacturing (AM) und im weiteren Sinne Industrie 4.0 (I4.0), z. Die Implementierung von cyber-physischen Systemen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und eine weitreichende Digitalisierung von Produkten und Prozessen wird als wesentlicher Faktor für Veränderungen in unserem aktuellen Industriesystem angesehen (siehe EXAM 4.0-Bericht zu den wichtigsten Trends für AM). Derzeit besteht nur ein begrenztes Verständnis für die Fähigkeiten, die für die Arbeit in Industrie 4.0 für die spezifischen I4.0-Technologien erforderlich sind. Frühere Arbeiten zu beruflichen Fähigkeiten im Zusammenhang mit Industrie 4.0 waren eher auf Persönlichkeitsprofile für Rekrutierungszwecke ausgerichtet als auf Fähigkeiten, die in der Bildung entwickelt werden können. Die Forschung und Diskussion in diesem Bericht konzentriert sich auf Technologien und Standards sowie Geschäftsmodelle für und ermöglicht durch I4.0. Zweitens zielt die Forschungsfrage darauf ab, ein verhaltensbasiertes Kompetenzmodell für Industrie 4.0 bereitzustellen, um die Rahmenbedingungen für die Antizipation von Fähigkeiten und die Ermittlung der Bedürfnisse zu schaffen in der Welt der Arbeit.

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Report zu Use Cases im Bereich des Advanced Manufacturing in Europa

Es steht außer Frage, dass die vierte industrielle Revolution die Belegschaft verändern wird. Aber es ist keine sich wiederholende Arbeit, die zu Innovation führt - es sind Ideen und kreatives Denken. Während viele physische Aufgaben von Robotern übernommen werden, werden viel mehr Aufgaben erstellt, um ein digital verbessertes Geschäft zu betreiben. Daher ist es für Mitarbeiter, die in einer fortschrittlichen Fertigungsumgebung arbeiten, von entscheidender Bedeutung, Technologien einsetzen und handhaben zu können, da sie in allen Arbeitsbereichen eingesetzt werden. Die Projektpartner haben vielversprechende Praktiken in Europa hinsichtlich des Ansatzes und der Implementierung neuer Technologien durch Unternehmen und Berufsbildungseinrichtungen entdeckt.

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